Philosophie des Geldes Simmel Georg [1987]

​Simmel Georg​ Philosophie des Geldes Berlin 1987, Duncker & Humbolt GmbH ISBN: 3-428-01411-1 Str. 585, [2] Oprawa broszurowa, 24 cm Stan db+. [niew. otarcia kraw. okładki, nieakt. piecz. bibl. na str. potyt., delikatne podkreślenia ołówkiem na kilku str.].

Kod producenta: 3-428-01411-1

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Simmel Georg

Philosophie des Geldes 

Berlin 1987, Duncker & Humbolt GmbH

ISBN: 3-428-01411-1

Str. 585, [2]

Oprawa broszurowa, 24 cm 

Stan db+. [niew. otarcia kraw. okładki, nieakt. piecz. bibl. na str. potyt., delikatne podkreślenia ołówkiem na kilku str.].

  

         / Tekst w języku niemieckim. / 

Jede Forschungsprovinz hat zwei Grenzen, an denen die Denkbewegung aus der exakten in die philosophische Form übergeht. Die Voraussetzungen des Erkennens überhaupt, wie die Axiome jedes Sondergebietes verlegen ihre Darstellung und Prüfung aus diesem letzteren hinaus in eine prinzipiellere Wissenschaft, deren im Unendlichen liegendes Ziel ist : voraussetzungslos zu denken - ein Ziel, das die Einzelwissenschaften sich versagen, weil sie keinen Schritt ohne Beweis, also ohne Voraussetzungen sachlicher und methodischer Natur, tun. Indem die Philosophie diese Voraussetzungen darstellt und untersucht, kann sie solche doch auch für sich nicht völlig aufheben; nur ist es hier der jeweils letzte Punkt des Erkennens, an dem ein Machtspruch und der Appell an das Unbeweisbare in uns einsetzt, und der freilich vermöge des Fortschritts der Beweisbarkeiten nie definitiv festliegt. Zeichnet der Beginn des philosophischen Gebietes hier gleichsam die untere Grenze des exakten, so liegt dessen obere da, wo die immer fragmentarischen Inhalte des positiven Wissens sich durch abschließende Begriffe zu einem Weltbild zu ergänzen und auf die Ganzheit des Lebens zu beziehen verlangen. Wenn die Geschichte der Wissenschaften wirklich die philosophische Erkenntnisart als die primitive zeigt, als einen bloßen überschlag über die Erscheinungen in allgemeinen Begriffen - so ist dieses vorläufige Verfahren doch noch manchen Fragen gegenüber unentbehrlich, nämlich denjenigen, besonders den Wertungen und allgemeinsten Zusammenhängen des geistigen Lebens angehörigen, auf die uns bis jetzt weder eine exakte Antwort noch ein Verzicht möglich ist. Ja, vielleicht würde selbst die vollendete Empirie die Philosophie als eine Deutung, Färbung und individuell auswählende Betonung des Wirklichen gerade so wenig ablösen, wie die Vollendung der mechanischen Reproduktion der Erscheinungen die bildende Kunst überflüssig machen würde. Aus dieser Ortsbestimmung der Philosophie im allgemeinen [...]

[Vorrede / Przedmowa]

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